“Offene Meinungsflanke schließen.” Eine Gegendarstellung von Lucas Ende

“Offene Meinungsflanke schließen.” Eine Gegendarstellung von Lucas Ende

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Zum Kommentar mit der Überschrift “Gesellschaftlicher Klimawandel“ in der AZ, verfasst von dessen Redakteur, Herr Reuter, bedarf es aufgrund der Parteinahme für das linke politische Spektrum und daraus resultierende offene “Meinungsflanke“ auf der Liberal-konservativen Seite eine Gegendarstellung. Um falschen Interpretationen vorzubeugen sei erwähnt, daß die AfD Uelzen der hiesigen Tageszeitung gegenüber nicht feindlich gesinnt ist, auch wenn dies womöglich den Anschein macht. In diesem Beitrag soll lediglich aufgedeckt werden, welchen Unfug Herr Reuter da von sich gegeben hat.

Der Kommentar beginnt mit der Erkenntnis, daß die Gesellschaft auseinanderdriftet, wir in Zeiten leben, in denen Anfeindungen an der Tagesordnung sind – ob im realen oder virtuellen Leben und es zu einer Verrohung der Sprache kommt. Es ist nicht gewagt zu behaupten, daß diese Einschätzung breite Zustimmung von rechten bis zu linken Demokraten findet. Man könnte nun also Anhänger sämtlicher politischer Strömungen zum Meinungsaustausch auffordern. Das wäre zumindest schon mal ein Lösungsvorschlag.

Aber natürlich tut Herr Reuter dies nicht, sondern wirft stattdessen meinem Vorstandskollegen, Tim Konieczny, vor, er würde Ressentiments schüren. Kritik an der Untätigkeit der Uelzener Verantwortlichen in einem Bereich dürfen aus der Sicht des Kommentators also nicht mehr geübt werden, weil sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. Cleverer Schachzug, um unliebsame Meinungen aus dem Feld zu räumen. Könnte man meinen. Denn immer weniger Leser werden sich hier “ins Bockshorn jagen“ lassen und erkennen, daß Herr Reuter hier eigentlich gar keine Gegenargumentation bringt, sondern nur auf Diffamierung setzt – ein weit verbreitetes Mittel der politischen Linken. Leider ist diese Methode immer noch erfolgreich. Es ist nicht immer einfach, seine Meinung außerhalb der AfD-Anhängerschaft zu erklären, da bestimmte Gruppen der Mehrheitsgesellschaft suggerieren, mit uns könne und/oder müße man nicht reden. Kürzlich sprach ich mit einem befreundeten Pärchen, daß sich politisch eher im rot-grünen Spektrum befindet, über die Positionen der AfD. Sie lehnen diese weiterhin ab, haben aber nun einen Einblick in diese Inhalte erhalten und tolerieren sie. So sorgt man für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und nicht, indem man versucht, bestimmte Meinungen außerhalb des Diskurses zu stellen.

Ähnlich verhält es sich mit den Lebensstilen einiger Familien in unserem Landkreis. Man muss diese nicht gut finden, jedoch hat man die Art, wie andere Menschen leben in einer freiheitlichen Gesellschaft zu tolerieren. Die Gruppe “beherzt“ tut dies nicht und hat demnach wohl auch kein Interesse an einer solchen Gesellschaft. Herr Reuter erwähnt diesen “losen Zusammenschluss“ völlig unkritisch, obwohl deren “Mitglieder“ andere gesetzestreue Menschen denunzieren.

Es ist nachvollziehbar, daß man lieber Nachbarn hat, die die eigene Weltanschauung teilen. Jedoch gibt es kein Recht darauf. Auch ich müßte eine Kommune, in der nur abgehangen wird und das Grundstück verwahrlost in der Nachbarschaft dulden, auch wenn ich mir besseres vorstellen kann. Wenn es für Einen überhaupt nicht mehr auszuhalten ist, bleibt nur die Möglichkeit wegzuziehen.

Weiterhin wird im Kommentar beklagt, daß zum Lebensstil der im vorigen Absatz erwähnten Familien eine Gemeinschaft dazugehöre, in der gewisse Menschen wie u.a. Homosexuelle “nichts verloren“ hätten. Dabei drängt sich der Verdacht auf, daß das Wort “Gemeinschaft“ dem Leser “vorgaukeln“ soll, daß es gleichbedeutend mit dem Wort “Gesellschaft“ ist. Dies ist aber eine gefährliche Gleichsetzung. Während die Gesellschaft nämlich das Zusammenleben von Menschen beschreibt, die gemeinsam in einer Gebietskörperschaft ständig leben und sich untereinander meist nicht kennen, setzt eine Gemeinschaft ein persönliches Verhältnis voraus. Eine Abgrenzung gegenüber gewissen Leuten ist daher ein wichtiges Merkmal, um überhaupt diese Bezeichnung verwenden zu können. Und wie sich Gemeinschaften zusammen setzen hat lediglich diese selbst zu entscheiden und keine Außenstehenden. Es gibt auch hier wieder kein Recht, in einer privaten Gemeinschaft Mitglied zu sein.

Es darf natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, daß Herr Reuter zum Schluss seines Beitrags nochmal eine “Schippe drauflegt“ bei dem Versuch, die Leser von der Notwendigkeit zu überzeugen, bestimmte Positionen auszugrenzen, indem er die AfD in die Nähe von Rechtsterroristen stellt oder wenigstens als Wegbereiter durch Wortbeiträge mitverantwortlich macht. Auch diesen Vorwurf weist die AfD Uelzen als hanebüchen zurück. Es gab bisher nicht einen Gewaltaufruf. Wir stehen uneingeschränkt zur freiheitlich demokratischen Grundordnung.

Warum unserer Kreissprecher die Gewalttaten der Rechtsextremisten erwähnen sollte, wenn er einen Vortrag über die aktuelle Situation in Uelzen hält, wird wohl Herr Reuters Geheimnis bleiben.

Lucas Ende

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