Hochschulbildung und Kultur 2018-05-24T20:25:09+00:00

Project Description

Wissenschaft und Kultur

Der unter dem wohlklingenden Begriff „Einheitlicher Europäischer Hochschulraum“ durchgeführte Bologna-Prozess hat dem deutschen Bildungssystem schweren Schaden zugefügt. Seit dem Jahr 2000 ist in Deutschland die Studienanfängerquote von 33 Prozent auf 58 Prozent (2015) des Jahrgangs angestiegen, die Zahl der Ersteinschreibungen in Niedersachsen wuchs von rund 25.000 auf nunmehr 39.000. Diese maßlose Steigerung der Studenten-zahlen hat insbesondere in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen ein Überangebot an akademischen Arbeitskräften zur Folge und führt zu einer Austrocknung des bewährten deutschen Systems der dualen Berufsausbildung. 

Die Politik einer ständigen Erhöhung der Akademikerquote muss beendet werden. Die Finanzierung der Hochschulen darf keine Anreize liefern, die Zahl der Studenten über das sinnvolle Maß hinaus zu erhöhen.

Die AfD will die bewährten Diplom- und Magisterstudiengänge wieder einführen. Die Modularisierung des Studiums und die Akkreditierungsagenturen sollen abgeschafft werden. Das Promotionsrecht muss Universitäten vorbehalten bleiben. Deutsch muss als Lehr- und Wissenschaftssprache erhalten bleiben.

Der Begriff Wissensgesellschaft ist in aller Munde. Doch gegenwärtig entwickelt sich Deutschland eher zu einer Gesellschaft des Aberglaubens – auch an den Hochschulen. Sogenannte emanzipatorische Theorien führen junge Menschen von der Lebenswirklichkeit weg in eine ideologische Phantasiewelt, in der gesellschaftliche Großexperimente die Nivellierung aller natürlichen Unterschiede zum Ziel haben. Institute für die pseudowissenschaftliche Gendertheorie, ideologisch ausgerichtete Politologie-Lehrstühle und eine große Zahl an öffentlich geförderten Projekten zu Flüchtlingsforschung, Interkultureller Geschlechterforschung, feministischer Theologie u. a. binden beachtliche personelle und finanzielle Forschungskapazitäten an unseren Hochschulen. Die AfD Niedersachsen betrachtet diese Entwicklung als eine Verschwendung von Ressourcen, die beendet werden muss.

Die Finanzierung staatlicher Kultureinrichtungen dient in erster Linie dazu, dem Volk den Zugang zu Meisterwerken der Musik- und Theaterliteratur zu ermöglichen, die wegen des hohen Aufwands sonst nicht mehr aufgeführt würden. Die Spielplangestaltung der staatlichen Bühnen muss diesen Bildungsauftrag des Staates widerspiegeln und sich daher deutlich von Produktionen der sogenannten „freien Szene“ unterscheiden.

Zentrales Anliegen unserer Kulturpolitik ist es, jungen Menschen Kulturtechniken zu vermitteln, die sie befähigen, am kulturellen Leben nicht nur passiv, sondern auch kreativ gestaltend mitzuwirken. Vor allem die Musikschulen sollten durch verbesserte finanzielle Förderung und engere Zusammenarbeit mit den Schulen in den Stand versetzt werden, einem großen Teil der Jugend das Erlernen eines Instrumentes möglich zu machen. Die wissenschaftlich erwiesene positive Wirkung des Musizierens auf die kognitive und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen rechtfertigt erhebliche Anstrengungen auf diesem Gebiet. Die Förderung der sogenannten Soziokultur kann zugunsten dieses Zieles reduziert werden.