Rotkäppchen hatte Recht

Der Kreisverband Uelzen der AfD befürwortet angesichts der schnellen Ausbreitung des Wolfes im Landkreis Uelzen und des unerwarteten Verhaltens der Tiere die Lockerung des strengen Artenschutzes und die punktuelle Bejagung des Raubtieres.

Da in Russland und Nordamerika gut 100.000 Wölfe leben und die Population des Wolfes in Europa seit Jahren zunimmt, kann von einer Gefährdung der Art keine Rede sein, so der Pressesprecher der Partei, Rainer Pehlke. Gefährdet sind vielmehr Leben und Gesundheit von Menschen, insbesondere von Kindern, durch Angriffe von Wölfen, aber auch durch schwere Verkehrsunfälle infolge panisch fliehender Weidetiere.

Stark ins Gewicht fallen außerdem die zum Teil erheblichen Belastungen für Weidetierhalter und die sinkende Lebensqualität der Landbewohner.Die beschwichtigenden Behauptungen der Wolfsfreunde sind mittlerweile ad absurdum geführt worden: Da wurde gesagt, der Wolf sei so scheu, dass man ihn kaum je zu Gesicht bekäme – jetzt läuft er über Dorfstraßen und umkreist Traktoren. Es wurde behauptet, der Mensch und sogar Kinder könnten Wölfe durch Schreien vertreiben – nun ist es offenkundig, dass die Tiere sich hiervon in der Regel überhaupt nicht beeindrucken lassen. Der Wolf werde sich vom reichen Wildbestand der Wälder ernähren, hieß es, – jetzt sind Angriffe gegen Schafe, Rinder und sogar Pferde Realität.

Eine mögliche Gefährdung von Menschen wird von der rot-grünen Landesregierung und von selbsternannten Experten immer in das Reich der Mythen verwiesen – aber sie ist bewiesene Tatsache. Für tödliche Angriffe von Wölfen auf Menschen gibt es glaubwürdige Berichte aus vergangenen Jahrhunderten unter anderem für Frankreich, Deutschland, Polen, Skandinavien und Russland. Und in den letzten 50 Jahren sind eine Reihe von Fällen mit kriminalistischer Genauigkeit dokumentiert worden: So starb in Kanada 1996 eine Biologin, 2005 töteten, ebenfalls in Kanada, Wölfe einen Studenten und im Jahr 2010 wurde in Alaska eine Joggerin Opfer einer Attacke. Die meisten Opfer aber gibt es in Indien, wo es in manchen Gegenden die Bewohner nicht wagen können, ihre Kinder unbeaufsichtigt spielen zu lassen. Allein im Bundesstaat Bihar wurden zwischen 1980 und 1995 200 Kinder getötet – nachzulesen im Linnell-Report des Norsk Institutt for Naturforskning.

Der emeritierte Professor für Umweltwissenschaften der Universität Calgary, Dr. Valerius Geist, fasst seine Erkenntnisse so zusammen: „Wir wissen jetzt und wissen es seit Jahrhunderten, dass freie Wölfe, die Futter brauchen und dabei sind, sich an Menschen zu gewöhnen, schließlich beginnen werden, die Menschen als alternative Beute zu erkunden.“

Die ständig wiederholte Behauptung, der Mensch passe nicht in das Beuteschema von Wölfen ist also völlig aus der Luft gegriffen. Angriffe von Wölfen auf Menschen sind nur deswegen nicht häufiger, weil in Nordamerika zum Beispiel die Lebensräume ungleich größer sind als bei uns und die Menschen dort Waffen tragen und sich zur Wehr setzen dürfen.

Vor diesem Hintergrund ist es unverantwortlich, die unkontrollierte Ausbreitung dieses Großraubtieres in unserem dichtbesiedelten Land weiter zuzulassen und dem Landbewohner zuzumuten, sich bei der Arbeit, beim Spaziergang, beim Pilzesammeln oder Joggen unvermittelt einem Rudel Wölfe gegenüberzusehen. Schon jetzt ist die Verdrängung des Menschen aus dem Naherholungsgebiet Wald in Teilen des Landkreises Tatsache und in Zukunft werden immer mehr Wanderer, Pilzesammler und Reiter den Wald meiden.

Erheblich ist auch der wirtschaftliche Schaden, der viele Weidetierhalter trifft und der durch Ersatzzahlungen für gerissene Tiere bei weitem nicht ausgeglichen wird. Insbesondere Schafhalter sind betroffen, ein Rückgang des Bestandes wie in Sachsen ist auch bei uns absehbar. Bei der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung von Rinderhaltung, Schafhaltung und Pferdezucht für Niedersachsen und den Landkreis Uelzen bedeutet das bisherige laissez faire in der Wolfsfrage eine Vernachlässigung der Fürsorgepflicht für den Landbewohner durch die Politik.

Es ist Zeit für ein Umdenken, bevor ein Unglück geschieht oder die Menschen gezwungen sind, zur Selbsthilfe zu greifen. Der Wolf muss endlich in das Jagdrecht aufgenommen werden und dort, wo er menschlichen Siedlungen zu nahe kommt, auch geschossen werden. Mittelfristig ist eine Dezimierung des Bestandes ins Auge zu fassen. Nur durch Bejagung wird der Wolf lernen, den Menschen zu meiden.

 

Rainer Pehlke für den Kreisverband Uelzen der AfD

2018-06-09T20:22:13+00:00