Weniger Leistung, mehr Stress

Der AfD Kreisverband Uelzen befürchtet auch von dem jüngst überarbeiteten Entwurf des neuen Schulgesetzes der rot-grünen Landesregierung negative Folgen für Schüler, Eltern und Lehrer. Auch wenn Kultusministerin Heiligenstadt bei den Sprachförderschulen eingelenkt habe, blieben die Hauptkritikpunkte der Novelle bestehen: Abbau des bewährten Förderschulsystems und Forcierung der Gesamtschule in Niedersachsen. Mittelfristig werde unter Umständen eines der Gymnasien in Uelzen durch eine Gesamtschule verdrängt werden, erklärte der Pressesprecher der Partei, Rainer Pehlke.

„Die Abschaffung des von CDU und FDP eingeführten bildungs- und familienfeindlichen G8 hatte ja Hoffnung auf mehr Vernunft in der Schulpolitik gemacht, aber die Bildungspolitiker von SPD und Grünen scheinen unbelehrbar zu sein: Integrierte Gesamtschulen zu Ersatzschulen für Realschulen und Gymnasien zu machen, bedeutet die Erkenntnisse der Bildungsforschung zum Fenster hinauszuwerfen. Wissenschaftliche Studien haben wiederholt gezeigt, dass das dreigliedrige Schulsystem der Gesamtschule in jeder Hinsicht überlegen ist. Die undifferenzierten Lerngruppen der Gesamtschule überfordern langsamere Schüler und unterfordern schnelle Schüler und können letztlich keiner Schülergruppe wirklich gerecht werden. Im Ergebnis besitzen Schüler von Gesamtschulen einen deutlichen Leistungsrückstand gegenüber Realschülern und Gymnasiasten. Auch der Mythos von einer höheren Bildungsgerechtigkeit durch integrative Schulformen ist längst widerlegt: Die gemeinsame Beschulung mit sehr leistungsstarken Kameraden in den IGS untergräbt häufig das Selbstwertgefühl der früheren Förder- und Hauptschüler und gefährdet ihren Schulerfolg.

Da die Landesregierung außerdem die Förderschulen Lernen komplett schließt und die Schullaufbahnempfehlungen der Grundschulen abschafft, ist klar, wohin ihre Schulpolitik zielt: Förderschüler, Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten sollen früher oder später alle die gleiche Schule besuchen, die Einheitsschule soll das bewährte gegliederte Schulsystem ersetzen. Dieser Versuch, eine „Schule für alle“ zu schaffen, ist Ausfluss eines ideologischen Gleichheitsdenkens, dass SPD und Grüne trotz aller theoretischen und praktischen Befunde nicht ablegen wollen. Dieses Denken ignoriert die einfache anthropologische Tatsache, dass Menschen von Natur aus verschieden begabt sind und dass verschieden begabte Kinder verschiedene Schulen brauchen.

Diese von der Landesregierung systematisch betriebene Verarmung der Schullandschaft nimmt den Kindern die Schulen, die auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Folge dieser Politik wird eine Absenkung des Leistungsniveaus bei allen Schülergruppen sein, während Stress und Überforderungsgefühle bei Schülern und Lehrern zunehmen werden.“

 

Rainer Pehlke für den Kreisverband Uelzen der AfD

 

2018-06-11T16:02:28+00:00